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Ausstellung „Woher die Ringelnatz-Kachel kam – die Colditzer Künstlerin Irmgard Sander“ vom 09.02 bis 08.04.2018

So, 11.03.2018, 14:00 - 17:00 Uhr
Jede Woche am Sonntag Standort anzeigen

Ringelnatzverein verhilft Ofenkachel

zum Liebesgedicht zu Comeback

Werk der Schöpferin Irmgard Sander in neuer Ausstellung

Wurzen/Mügeln. Sie ist 1983 in limitierter Auflage hergestellt worden und bis heute ein Sammlerobjekt im Internet: die Wurzener Ringelnatz-Ofenkachel. Sie wurde zu Ehren des 100. Geburtstages von Hans Georg Bötticher hergestellt, geboren im Wurzener Crostigall 14, den heute jedermann als Joachim Ringelnatz kennt. Gemeinsam aufgelegt haben das Sammlerstück 1983 der Rat der Stadt und die Zeitschrift „Der Rundblick“.

Mittlerweile hat sich der Wurzener Ringelnatzverein auf die Spur der Ringelnatz-Rarität begeben und nach Muster, Ursprung und Hersteller gefahndet. Und er wurde überraschend fündig. Den Entwurf der Kachel gestaltete die inzwischen verstorbene Colditzer Künstlerin Irmgard Sander mit einem einprägsamen Ringelnatz-Porträt und Zeilen aus dem Gedicht „Ich habe dich so lieb“ mit dem überwältigenden Versprechen „Ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken“. Das Muster freilich fand sich nicht mehr, wohl aber der Hersteller. Manfred Müller vom Rundblick war es vor 35 Jahren gelungen, die Mügelner Keramikwerke für die Produktion des ausgefallenen Erinnerungsstückes zu interessieren.

Souvenirs sind nicht unbedingt Kern der Produktion der heutigen RUKA Ofenkeramik und Zubehör GmbH in Mügeln. Dennoch konnte man sich sehr gut an die Produktion der außergewöhnlichen Ofenkachel mit dem Ringelnatz-Konterfei erinnern. In der langjährigen Betriebsgeschichte der einstigen Ofen-, Porzellan- und Tonwarenfabrik seit 1895 hatte sie einen Platz im Betriebsgedächtnis gefunden und trotz der Wendezeiten bewahrt. Ursprünglich gliederte sich die Mügelner Fabrik in eine Ofenabteilung und eine Wandplattenabteilung. Die keramischen Platten, so schrieb Maximillian Weber 1925 im Mügelner Heimatbuch „dienen der künstlerischen Ausschmückung des Hauses“. Die Kacheln waren ein wertvoller Exportartikel aus Mügeln und wurden „nach allen Erdteilen versandt“. Der Betrieb erwies sich deshalb damals als ganz der rechte Ort für die Produktion der Ringelnatz-Kachel. Wegen des verlorenen Musterstückes konnte der Betrieb für eine Neuauflage nicht gewonnen werden.

Nicht nur die Geschichte der Ofenkachel, sondern vor allem das nachgelassene künstlerische Werk ihrer Schöpferin Irmgard Sander ist Gegenstand der neuen Ausstellung im Ringelnatz-Geburtshaus im Crostigall 14, die am 9. Februar 2018 um19 Uhr eröffnet wird. Zeitzeugen und Mitgestalter der Kachel und der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Joachim Ringelnatz sind zur Vernissage eingeladen. Für festliche Musik sorgt Isabell Brückner. Designer Prof. Jochen Ziska stellt im Auftrag des Ringelnatz-Vereins eine Neuauflage der begehrten Kachel vor. Der Eintritt ist frei.

Kontakt für Rückfragen

Dr. Viola Heß, 0178 7238199, info@ringelnatz-verein.de

Rubrik
Ausstellung und Führung

Veranstaltungsort
Joachim Ringelnatz-Geburtshaus, Wurzen
Kontaktdaten
Telefon: 0176 42016802
E-Mail:
Homepage: www.ringelnatz-verein.de

Sander
Sander

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